Essener TuS von 1859 e.V.
CHRONIK

1859
Am 13. Februar führte der Mülheimer Turnverein von 1856 eine Turnfahrt nach Essen durch, deren Zweck es war, dort die Anregung zur Gründung eines Turnvereins zu geben.
Jedoch erst am 21. Oktober findet die erste Hauptversammlung zur Gründung des Vereins statt. Der Verein übernahm die Satzungen des Mülheimer TV 1856 mit geringen Änderungen. 29 Essener Bürger, zumeist Kaufleute, erwarben bei der Gründung die Mitgliedschaft.

1860
Bereits am 10. Januar trat der Essener Turnverein, so der damalige Name, dem 1858 gegründeten Rheinisch–Westfälischen Turnverband bei, der in einem Festakt am 24. September 1983 in Essen sein 125–jähriges Bestehen beging.
17./18. Juni: Erstes Turnfest des Rheinisch–Westfälischen Turnverbandes in Mülheim/Ruhr, an dem auch drei Turnbrüder des Vereins teilnahmen.
Im September wurde eine Gesangabteilung gegründet.

1861
Alfred Krupp wird im Juni Ehrenmitglied des Vereins. Später schenkt Dr. Krupp von Bohlen und Halbach das lebensgroße Porträt seines unvergeßlichen Vorgängers dem Verein.
16. Dezember: Gründung einer freiwilligen Turner–Feuerwehr.

1863
Pflanzung einer Eiche im Stadtgarten anläßlich des 50–jährigen Gedenkfestes an die Völkerschlacht bei Leipzig. Der stattliche Baum, der am Eingang des Stadtgartens an der Hyssenallee stand, wurde im zweiten Weltkrieg durch Bombensplitter zerstört.

1864–1870/71
Die kriegerischen Ereignisse legten das Vereinsleben still. Nach Beendigung des Krieges 1870/71 betrug die Mitgliederzahl noch 185, gegen 229 vor Kriegsbeginn.

1872
Der Verein beteiligt sich am 4. Deutschen Turnfest in Bonn.

1873/74
Die Turner–Feuerwehr war bei einem großen Schadenfeuer in der Stadt erfolgreich im Einsatz.

1875
Auflösung der Turner–Feuerwehr

1876
Mehr als 100 aktive Turner waren an den Übungsabenden anwesend.

1880
Vereinsvorsitzender Ferdinand Fischer leitet bis zu seinem Tod im Jahr 1888 den Ruhr–Turngau.

1881
Bei der Gründung des Turnvereins Altendorf wurden diesem Geräte überlassen. Auch Führungskräfte wurden eine zeitlang zur Verfügung gestellt, bis dieser auf eigenen Füßen stand.

1884
Pfingsten feierte der Essener Turnverein von 1859 sein 25–jähriges Bestehen. Der Verein zählte 265 Mitglieder.

1885
Der Verein bezieht im August die erste von der Stadt Essen erbaute Turnhalle in der Mühlenstraße, die für 58 Jahre eine Stätte für den Turnbetrieb blieb.

1886
Wie 1881 beim Altendorfer Turnverein standen die 59er auch Pate bei der Gründung des Altenessener Turnvereins 1886 und des TV Katernberg 1887. Beiden Vereinen wurden leihweise Übungsgeräte überlassen.

1887
Im Verein bildete sich eine Schwimmerriege, bis im Jahre 1910 die jetzige Schwimmabteilung ins Leben gerufen wurde.

1890
Dem Verein wurde die Abhaltung des Rheinischen Kreisturnfestes übertragen.

1894
Beim Deutschen Turnfest in Breslau war der Verein vertreten.

1896
Bei der Gründung des Turnvereins Holsterhausen war der Verein durch eine Abordnung vertreten. Der Verein unterstützte auch die Gründung des Turnclubs Essen 1896.

1898
Viele Mitglieder beteiligten sich am Deutschen Turnfest in Hamburg.

1899
Im März wird eine Damen–Turnabteilung ins Leben gerufen. Unter Mitwirkung dieser Abteilung begeht der Verein sein 40. Stiftungsfest. Er zählt zu dieser Zeit 374 Mitglieder.

1900
Das 1900 herausgekommene Bürgerliche Gesetzbuch brachte gegenüber dem bisher geltenden Gesetz viele Änderungen, so daß auch für den Turnverein ein Neudruck der Satzung erforderlich wurde.

1902
Um das turnerische Ansehen und Leben in der Stadt Essen zu heben und die verschiedenen Turnvereine, die bestanden, an einen Tisch zu bringen, wurde im März der Verband der Essener Turnvereine gegründet.

1903
Vier Wetturner kehrten als Sieger vom Deutschen Turnfest in Nürnberg zurück. Im gleichen Jahr konnte der Verein auf das 25–jährige Bestehen der Jugendabteilung zurückblicken.

1904
Im Mai fand auf dem Turnplatz an der Mühlenstraße ein großes öffentliches Verbandsschauturnen statt, das seine werbende Wirkung auf die Zuschauer nicht verfehlte und bei dem sich die Abteilungen der 1859er hervorragend beteiligten.

1907
Der Verein zählt 451 Mitglieder. Im Juni wird eine Mädchen–Abteilung gegründet, um der Damen–Turnabteilung den erforderlichen Nachwuchs zu sichern.

1908
Am Deutschen Turnfest in Frankfurt am Main nahem 70 Mitglieder teil. Der Verein stellte den Turnfestsieger.

1909
Im Jubiläumsjahr zählt der Verein am 01. Juli insgesamt 1081 Mitglieder, und zwar Männerabteilung 627, Damenabteilung 58, Jugendabteilung 264, Mädchenabteilung 76 und Gesangabteilung 56.
50. Stiftungsfest mit großem Turnerkommers im Saalbau. Höhepunkte waren eine würdige Feier an der Turnereiche im Stadtgarten, die unvergeßliche Fahnenweihe im großen Saal sowie ein großer Festzug von Turnplatz Mühlenstraße zum Stadtgarten.
Hier fand dann ein Schauturnen statt, das viele Zuschauer anlockte. Das Stiftungsfest des Vereins war ein Großtag ersten Ranges.

1910
In diesem Jahr zog der Verein im Innenraum der Radrennbahn an der Hubertusburg ein großes Turn– und Spielfest auf, an dem sich alle Abteilungen stark beteiligten. Die Presse schrieb darüber u.a.: "Wenn schon ein einzelner Verein Essens ein Fest von solcher Qualität und Ausdehnung bestreiten kann, ist uns um das Zustandekommen des bevorstehenden großen Vorhabens nicht bange". (Gemeint war das in Vorbereitung stehende 1. Essener Stadtwaldfest). In der Folgezeit war jedes Stadtwaldfest ein turnerischer Großtag für den Turnverein 1859.

1912 Als Kaiser Wilhelm anläßlich des Jubiläums der Krupp–Werke in Essen weilte, stellte der Verein eine prächtige Schiffspyramide, die von 300 Jugendlichen und Knaben in Matrosenuniform ausgeführt wurde und sich etwa 50m lang erstreckte.

1913
Viele Wetturner und Gäste nahmen am Deutschen Turnfest in Leipzig teil. Eine Jugend–Musterriege turnte mit gutem Erfolg am Reck. Vorturner dieser ausgezeichneten Riege war der spätere erste Vorsitzende Peter Wolf.

1914–1918
60 Turnbrüder fielen im ersten Weltkrieg. Der Turnbetrieb konnte nur in beschränktem Umfang weitergeführt werden. Der Verein verlor damals seine Übungsplätze und Geräte und auch noch durch die Inflation sein Geld, und es war schwer, Männer zur Führung des Vereins zu finden.

1921
Gründung der Handballabteilung.

1919–1926
In dieser sehr bewegten Nachkriegszeit haben die Turnbrüder Dr. Viktor Niemeyer (1919–1920) und Dr. Bernhard Goldschmidt (1921–1926) als erste Vorsitzende dem Verein einen großen Dienst erwiesen.

1923
Trotz aller Schwierigkeiten beteiligten sich die Turner des Turnvereins von 1859 an dem 1. Deutschen Turnfest nach dem Krieg in München.

1926
Es geht im Verein wieder aufwärts. Die Gerätewettkämpfe der Turner, die Wasserball und sonstigen Schwimmkonkurrenzen, die Faustball– und Handballkämpfe laufen wieder auf vollen Touren. Unsere Wasserballmannschaft im Ruhrgau und im Kreis Rheinland stand mit auf dem ersten Platz.

1927
Zahlreiche Wettkämpfe der Turner, der Schwimmer und der Leichtathleten fanden zur Vorbereitung auf das Deutsche Turnfest 1928 in Köln statt.

1928
Das Deutsche Turnfest in Köln war für den Verein ein voller Erfolg.
Beim Turngerätewettkampf im November München gegen Essen, den Essen gewann, stellte der Verein von der neuenköpfigen Stadtriege allein sechs Turner.

1929
Der Verein konnte auf eine 70–jährige Vergangenheit zurückblicken. Gleichzeitig beging die älteste Turnerriege, nach ihrem langjährigen Vorturner die "Franz–Brendgen–Riege" benannt, den Tag ihres 50–jährigen Bestehens.

1930–1932
Turn– und Schwimmwettkämpfe auf Kreis–, Landes– und Bundesebene (Deutsche Gerätemeisterschaften 1931 in Essen und Städtewettkämpfe) dienten zur Vorbereitung auf das Deutsche Turnfest 1933 in Stuttgart.

1933
Der Verein nahm am Deutschen Turnfest in Stuttgart teil. Es war das letzte von der Deutschen Turnerschaft vor dem 2. Weltkrieg selbständig bestrittene Fest.

1934
Das Jahr 1934 war das 75. seit Gründung des Vereins. Einen glänzenden Verlauf nahm das Jubiläumsfest am 28. Juli dank des vollen Einsatzes aller Abteilungen, von der Gesangsabteilung über die Männer–, Damen–, Mädchen– und Knabenabteilung. Der Hauptfestabend fand im großen Saal des Städtischen Saalbaus statt. Die aus diesem Anlaß besonders aufgemachte Monatsschrift gibt einen bemerkenswerten Überblick über den bisherigen Weg des Vereins.

1935
Am 21. September konnte die Gesangabteilung auf ihr 75–jähriges Bestehen zurückblicken.

1936
Am 01. Dezember mußten die Knaben– und die Mädchenabteilung aufgelöst werden. Sie wurden dem Jungvolk bzw. dem Bund deutscher Mädel zugeführt und unter deren Aufsicht wurde der Turnbetrieb weitergeführt.
Am 25. Oktober wurde das 77. Gründungsfest in der Kaupenhöhe begangen.
Neben der Turn–, Schwimm– und Gesangabteilung war auch die Spielabteilung sehr rege: es wurde Schlagball, Faustball, Handball und Fußball gespielt. Die Fußballabteilung war 1916 gegründet worden, sie spielte aber nur in der ersten Hälfte der zwanziger Jahre eine Rolle, während das Handballspiel, nach dem 1. Weltkrieg aufgenommen, jahrzehntelang gepflegt, sich auch in der Nachkriegszeit des zweiten Weltkriegs noch behaupten konnte. Die Handballabteilung galt als Bahnbrecher dieses Spiels, als sie erstmalig in Essen auftrat. Das erste Wettspiel in unserer Stadt trug eine Mannschaft gegen Gelsenkirchen 74/96 aus.

1937
Am 26. Februar wurde der Auflösung der Gesangabteilung stattgegeben.

1938
Deutsches Turnfest in Breslau. Es war wohl eines der am stärksten besuchten Feste. Die Eigenart des Deutschen Turnfestes ist jedoch nicht mehr vorhanden, schrieb der Chronist.

1939–1945
Der 2. Weltkrieg begann. Nachdem der Übungsbetrieb schon ab Mitte 1940 stark eingeschränkt war, mußte er nach dem schweren Bombenangriff 1943 auf Essen gänzlich eingestellt werden. Der Verein zählte zu dieser Zeit 580 Mitglieder.

1946
Am 04. Mai trafen sich 26 Mitglieder, darunter 6 Damen, zur ersten Zusammenkunft nach dem Krieg, unter dem Vorsitz von Willi Juny.
Der Übungsbetrieb wurde trotz weiter Wege zu den Übungsstätten (die Schwimmer im Schwimmbad Altenessen, später im Friedrichsbad, die Turner in der Turnhalle der Knaben–Mittelschule Essen– Altstadt und die Handballer im Walpurgistal in Essen– Rellinghausen) wieder aufgenommen.

1948
Der 04. Oktober ist als Ausgangspunkt für einen neuen Kurs der Vereinsführung und des Vereinsbetriebes anzusehen. Peter Wolf wurde einstimmig zum ersten Vorsitzenden gewählt. Die vor dem 2. Weltkrieg monatlich herausgekommenen Vereinsnachrichten wurden vom Februar an wieder gedruckt.

1949
90–jähriges Vereinsbestehen. In die Jubiläumsfeier, die der Öffentlichkeit im großen und guten Rahmen zeigte, daß der älteste Essener Turnverein wieder voll auf dem Plan war, wurde ein Schauturnen auf dem Burgplatz als ein würdiger Auftakt einbezogen. Für den Verein war wichtig, daß der Turn–, Schwimm– und Spielbetrieb sich wieder in vollem Umfang entfaltete.
Am 03. November wurde eine neue Turner–Eiche am Stadtgarten– Eingang geweiht, die später den Bauarbeiten weichen mußte. Im Jahre 1975 erfolgte eine Neuanpflanzung am Südausgang des Stadtgartens.

1950
Die Turnabteilung hielt ihre Übungsstunden in der Turnhalle der Luisenschule ab. Die ältere Handballmannschaft wurde aufgelöst, während die Jugendmannschaft beibehalten wurde.

1951
Das 92. Stiftungsfest wurde, wie die beiden vorausgegangenen, im Steeler Stadtgarten mit neuer Vereinsfahne gefeiert. Eine Ausstellung "Unser Sport" hatte gute propagandistische Wirkung, und der Verein nutzte die Gelegenheit, einer breiten Öffentlichkeit sein Wirken in Bildern, Schriften, Büchern und Plaketten sowie anderen Urkunden aufzuzeigen. Der Verein zählte wieder 321 Mitglieder.

1952
Der Vereinsbetrieb war auf das Deutsche Turnfest Hamburg 1953 ausgerichtet. Vom November an konnte der Verein die Turnhalle Weberstraße benutzen.

1953
Beim Deutschen Turnfest in Hamburg waren 37 Teilnehmer, darunter 17 Wetturner dabei. Das Turnfest verlief zur vollsten Zufriedenheit aller Besucher.

1954
95. Stiftungsfest im Kammermusiksaal des Städtischen Saalbaus.

1955
Turn– und Schwimmabteilung auf dem Landesturnfest in Bergisch– Gladbach. Zu diesem Fest wurde die neue Vereinsfahne erstmalig mitgeführt, deren Weihe und Übergabe wenige Tage zuvor am 24. Juli erfolgt war.
96. Stiftungsfest im Saalbau, das sehr gut besucht war.

1956
Kreis–, Landesfeste sowie das Deutsche Turnfest in München 1958 stehen auf dem Arbeitsplan; aber auch die Vorbereiungen für das 100–jährige Jubiläumsfest wurden ernst in Angriff genommen.

1959
Der Verein, der jetzt 850 Mitglieder zählt, begeht aus Anlaß seines 100–jährigen Bestehens eine große Jubiläumsfeier vom 18. bis 30. Mai mit einem würdigen Festakt im großen Saal des Städtischen Saalbaus sowie mit zahlreichen sportlichen und geselligen Veranstaltungen.
Es sollte sich später zeigen, daß diese Tage der Höhepunkt waren in einer langen und wechselvollen Geschichte des Vereins.
Noch heute sprechen alle, die dieses Jubiläumsfest miterlebt haben, voller Begeisterung und Freude von den Tagen des "100–jährigen". In einer Jubiläumsschrift, die aus diesem Anlaß unter dem Titel "100 Jahre Turnen und Sport in Essen" erschienen ist, hat Turnbruder Heinz Niermann den Weg des Vereins und seiner Personen, die für ihn wirkten, festgehalten.
Darin heißt es: "Der Essener Turn– und Sportverein von 1859 war Wegbereiter in der Ruhrstadt für andere Leibesübungen treibende Vereine, für Spiel und Sport im weiteren Sinne und auch für den Turngau Essen und das Sportamt in ihrer weiteren organisatorischen Entwicklung".
Der damalige Oberbürgermeister Wilhelm Nieswandt sagte u.a. in seinem Geleitwort:
"Der Essener Turn– und Sportverein von 1859 e.V. ist nicht nur der älteste, sondern auch einer der verdienstvollsten Sportvereine unserer Stadt. Die hier geleistete vorbildliche Breitenarbeit hat das sportliche Leben in unserer Stadt nachhaltig beeinflußt. Der Sport hat dem TuS 1859 Essen viel zu danken, und es ist mir ein aufrichtiges Bedürfnis, gerade diesen Verein als ein gutes Beispiel für eine verantwortungsbewußte Einstellung gegenüber dem Sport und seinen Aufgaben zu bezeichnen. Möge sich der Verein wie bisher der Bedeutung der sportlichen Ideale und der großen Tradition bewußt sein. In diesem Sinne wünsche ich dem Verein für die Zukunft eine weitere gute Entwicklung."

1962-1977
Bundes- und Landestreffen der älteren Turnerinnen und Turner in Göttingen(1962), Stuttgart (1967), Bergisch-Gladbach (1969 und 1976), Siegen (1971), Ludwigsburg (1975) und Velbert (1977). Herausragend war 1967 die Leistung unseres Turnbruders Heinz Peldszus, der im schwimmerischen Dreikampf den 1. Sieg in Stuttgart errang.

1963
Das erste Turnfest nach der Jahrhundertfeier wurde in Essen ausgetragen. Zum ersten Mal in der Turngeschichte fand ein solches Treffen im Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet statt. Zur Ruhrmetropole reisten damals insgesamt 40000 Wettkämpfer und ebensoviele Festbesucher aus allen Teilen Europas, aus Nordamerika, Südamerika und aus Afrika. Auf dem Programm standen 31 Mehrkämpfe des Geräteturnens und der Leichtathletik; daneben Faustball, Prellball, Korbball, Tennis, Trampolinturnen, Rhönradturnen und Fechten.
Die Wettkämpfer unseres Vereins errangen beachtliche Siege
In guter Erinnerung bleibt u.a. der 1. Sieg im 50m Brustschwimmen, den Gustav Lübbe errang.

1968
Beim Turnfest in Berlin errangen 11 Teilnehmer unseres Vereins gute Plätze. Bei der überaus starken Beteiligung war der 7. Rang von Fritz Führer im Wahlfünfkampf hervorragend.

1972
Dank der Initiative unseres damaligen Oberturnwartes Friedrich Wilhelm Ebenfeld wird eine "Er&Sie-Turnabteilung" gegründet. Gymnastik, Ballspielen und Geräteturnen stehen hier auf dem Programm.

1973
28 Siege errang der TuS69 beim Turnfest in Stuttgart. Hervorragend waren die Leistungen unserer Faustballer, sowohl bei den Frauen, wie auch bei den Männern.
In der Frauenturnabteilung übernimmt Ingrid Kmiecik die Leitung.

1975
Der TuS 1859 war beim 11. Bundestreffen in Ludwigsburg der erfolgreichste Verein. Hier auszugsweise die besten Ergebnisse;
1.Platz für Fritz Führer bei den Wahlwettkämpfen in der Altersstufe VII, 2.Platz für Anneliese Reichmann beim Turnen in der Altersstufe IV,, beim Schwimmen wurde in der Altersstufe IV Heinz Peldszus 1. Sieger, in der Alterstufe VII belegte Gustav Lübbe den 1. Platz, Willi Koenen den 2. Platz. Die Herrenmannschaft belegte beim Faustball den 1. Platz, die Damenmannschaft den 2. Platz.

1976
Beim 7. Rheinischen Landesturnfest in Bergisch-Gladbach belegte die 1. Männerfaustballmannschaft den 2. Platz, die Frauen belegten im Faustball den 4.Platz. Fritz Führer errang bei den Mehrkämpfen von 43 Teilnehmern den 4.Platz.
Heinz Overwien übernimmt mit seinem Sohn Uwe und Thomas Stegemöller die Schwimmausbildung in Holsterhausen.

1978
Nach dem Weggang von Heinz Breuer und Eckard Hirsch, der aus beruflichen Gründen nicht mehr für den Verein tätig sein konnte, übernahm Michael Becker als neuer Trainer die Leitung der Schwimmabteilung. Er legte von nun an größeres Gewicht auf die Wettkampfarbeit, was sich bald durch einen Leistungsanstieg und die Vergrößerung der Mannschaft positv niederschlug. Gleichzeitig konnte allerdings durch die nun knapp gewordenen Übungsleiter nicht mehr soviel für die Breiten- und Nachwuchsarbeit getan werden. Die Folge war ein erheblicher Rückgang der Mitgliederzahlen in der Kinderabteilung. Diese Tendenz wurde noch verstärkt, als der Verein bei der Schwimmstundenverteilung des Jahres erheblich an Übungsstunden einbüßte - in diesem Zusammenhang kam es zu einem Prozeß beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.
Die Schwimmabteilung gründete eine Startgemeinschaft mit ESG99/06.
Im Stadtbad Nord-Ost in Schonnebeck standen dem Verein erstmals Schwimmzeiten zur Verfügung.

1979
Der Höhepunkt des Erfolges unserer Faustballabteilung; Die Männer stiegen in die Verbandsliga Feld und Halle auf, die Frauen qualifizierten sich gar für die Bundesligaaufstiegsrunde. Einige Jugendliche aus der Abteilung wenden sich dem Volleyballspiel zu. Daraus entwickelt sich später die Volleyballabteilung.
Im selben Jahr steigt die Wettkampfmannschaft der Schwimmabteilung in die Bezirksliga auf.

1980
Als für Michael Becker im Herbst seine Examensarbeiten anstanden, und er deshalb seine Arbeit für den Verein beendete, war die Schwimmabteilung ohne Trainer der Wettkampfmannschaft und ohne Abteilungsleiter. In der Schwimmabteilung folgte ein Jahr lang eine schwere Krise.

1982
Mit Andreas Schoppe, Michael Ploch, Jörg Poswig und Uwe Walter standen 4 erfahrene Wettkampfschwimmer bereit, die die fachliche Kompetenz und den persönlichen Willen hatten, den Übungsbetrieb in der Schwimmabteilung in allen Gebieten sofort zu übernehmen. Herbert Vormbrock wurde als Abteilungsleiter gefunden und kümmerte sich zusammen mit seiner Frau um den Schriftverkehr; auf Seiten der ESG war weiterhin Manfred Stanius tätig.
Gemeinsam wurde ein ganz neues Konzept entwickelt und nach und nach verwirklicht; das Trainerteam kümmerte sich verstärkt um die Nachwuchsarbeit in der Innenstadt, Holsterhausen und Schonnebeck, gleichzeitig wurde das Wettkampftraining im Leistungszentrum Rüttenscheid intensiviert. Wolfgang Willmann, Silke und Sabine Schmelzer, Anne Schoppe, Andrea Tausend, Andrea Gedraht und Rainer Rudolf stiegen als Trainer ein. Schließlich packten auch viele Eltern unserer Schwimmer mit an, sei es, daß sie sich zu Kampfrichtern ausbilden ließen, sei es, daß sie immer wieder bei Fahrten zu Wettkämpfen zur Verfügung standen. Auch der große persönliche Einsatz von Gustav Lübbe und Fritz Führer sollte in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben.
Die Frauenvolleyballmannschaft des TuS 1859 wurde in diesem Jahr Vize-Stadtmeister im Breitensport Volleyball.

1983
Da ESG99/06 seine Schwimmabteilung aufgab, schlossen sich alle Schwimmer der ESG nun unserem Verein an. Die Wettkampfmannschaft hatte mit ihrem Wiederaufstieg in die Bezirksliga und einer Erhöhung der Schwimmstundenanzahl um 50% Ende 1982 die Basis für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. So waren wir bei den Stadtmeisterschaften in den Herrenstaffeln erstmals hinter Essen 06 und PSV drittstärkster Essener Verein.
Im Nachwuchsbereich fand eine Kooperation mit Essener Grundschulen statt, die Zahl der Kinder und Jugendlichen bei unseren Übungsstunden konnte von 1983 bis 1985 mehr als verdoppelt werden.

1992
Christian Zebunke, damaliger Trainer der TuS59–Leistungmannschaft, begleitete fünf unserer Schwimmer und Schwimmerinnen zu den Deutschen Schwimmjahrgangsmeisterschaften im Dortmunder Südbad: Alexandra Piel, Andrea Wagner, Daniel Kramer, Aicha Touree und Daniel Israel, der hier im Alter von 14 Jahren mit einer Zeit von 1:13,4 min den 3. Platz über 100m Brust erreichte.

1994
Holger Sehrt richtete unsere Indiaca–Abteilung ein. Für den neuen Trend–Sport wurde eine gemischte Breitensportgruppe gegründet.

© Essener Turn– und Sportverein von 1859 e.V.

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